Freitag, 20. Oktober 2017

Wo geht die Reise hin?

Vielleicht hat sich der eine oder die andere gefragt, was denn in der letzten Zeit hier los ist? Keine neuen Blogposts und das schon seit einer ganzen Weile. Auweia. Es ist nicht so, dass ich keine Ideen mehr hätte, ganz im Gegenteil. Es gibt zwei andere Gründe...

Eine kleine Auswahl meiner Lektüre der letzten Monate: Meine Glaubenssätze bezüglich gesunder Ernährung sind erschüttert.

Zum einen ist es natürlich die Zeit. Zeit ist kostbar und mit zwei kleinen Kindern und diversen anderen zeitaufwändigen Hobbys neben dem Bloggen umso mehr. Aber die Zeit könnte ich mir eigentlich nehmen. Mein Problem ist: Ich weiß nicht, wie ich sie blogtechnisch am besten nutzen soll. Ich hänge seit ein paar Wochen irgendwie in der Luft. Mir war das gar nicht so klar und wirklich gemerkt habe ich es erst, als ich Ende Juni anfing, meinen Blog auf einen anderen Anbieter umzuziehen. Die jetzige Optik gefällt mir nicht mehr so gut und ich möchte gerne einige Funktionen nutzen, die bei meinem jetzigen Anbieter nicht verfügbar sind. Ich begann also meine Blogposts umzuziehen und änderte dabei ständig meinen Blogaufbau und die Menügliederung. Ich wusste nicht so recht, welches Thema ich in den Fokus rücken sollte und änderte ständig meine Meinung.

Eigentlich fing meine Unschlüssigkeit schon bei der Beschreibung meines Blogs an: "Im Mamawahnsinn zur Traumfigur". In den letzten Monaten ist bei mir ernährungstechnisch so viel passiert und ich habe so viel Neues gelernt, dass ich mich mittlerweile frage, ob die Traumfigur überhaupt noch mein Hauptziel ist. Mamawahnsinn habe ich genug und das wird sich sicher auch nicht so schnell ändern. Mein Ziel war aber nie ein reiner Mamablog, sondern eher, wie ich das mit der gesunden Ernährung und der Abnahme im Mamachaos hinbekomme - erfolgreich und alltagstauglich, sprich ohne dabei die Krise zu kriegen. Ich hatte gehofft, mit Low Carb High Fat (LCHF) endlich "meine" Ernährung gefunden zu haben. Nach der ersten Anfangseuphorie hat es sich dann aber doch wieder nach Diät angefühlt. Ich bin mir sicher: LCHF bzw. allgemein Low(er) Carb war ein Schritt in die richtige Richtung, angekommen bin ich aber noch nicht. Allerdings sind mir einige wichtige Dinge klar geworden:

  • Ich muss nicht mit meinem Reizdarm leben. Es gibt eine Ernährung, bei der ich keine Reizdarmbeschwerden habe. 
  • Ich weiß nicht recht, wie ich es ausdrücken soll: Ich reagiere irgendwie "sensibel" auf Kohlenhydrate. Warum und in welcher Form weiß ich nicht, aber ich habe vor, das herauszufinden.
  • Seit meiner Teenagerzeit war bei jedem Blutbild mein CRP-Wert erhöht und oft auch die Leukozyten, beides sind Marker für Entzündungen. Nachdem ich versuchsweise 4 Wochen komplett auf Getreide (nicht nur Weizen, sondern z.B. auch auf Reis, Mais, Hafer und alle Pseudogetreide wie Quinoa oder Amaranth) verzichtet habe, waren meine Entzündungswerte normal - zum ersten Mal überhaupt.
  • Ich kann nicht ohne Brot leben. Nudeln ja, Brot nein.
  • Ich will nicht ohne Obst leben. Auch nicht ohne kohenhydratreiche Gemüsesorten.
  • Meine Abnahme darf nicht mehr mein Hauptziel sein, sondern nur noch ein gern gesehener Nebeneffekt einer für mich persönlich passenden und individuell gesunden Ernährung.
  • Mit den allgemein gültigen Empfehlungen zu gesunder Ernährung kann ich nichts mehr anfangen. Meine Ernährungsglaubenssätze sind erschüttert. Ich frage mich, ob das, was ich die letzten Jahre ernährungstechnisch für gesund gehalten habe, auch wirklich gesund für mich ist - meine Reizdarmsymptome und der Rippenflausch sprechen dagegen.
  • Meine Ernährung muss mir Spaß machen. Immer, ohne Ausnahme, sonst werde ich damit nicht glücklich, sondern verrückt.


Vor ein paar Monaten war ich an einem Punkt, an dem ich dachte, dass Ernährung entweder Spaß macht und ich dafür eben etwas zu viel Flausch auf den Rippen in Kauf nehmen oder ich für die Traumfigur mein Leben lang hungern muss. Nun bin ich überzeugt, dass es eine individuell gesunde, passende Ernährung für mich gibt - ich muss sie nur noch finden und dafür hole ich mir jetzt Hilfe. Mitte November habe ich einen Termin beim Gastroenterologen. Ich will das volle Programm, mit der "Verlegenheitsdiagnose Reizdarm" von 2003 gebe ich mich nicht mehr zufrieden. Ich will endlich wissen, was mein Problem ist. Wenn ich weniger Getreide esse, geht es mir besser. Aber warum? Und wie viel weniger ist notwendig? Ich will eine richtige Diagnose.

Mein Blog darf also gerade einen kleinen Dornröschenschlaf machen, da ich keine Lust habe, deine und meine Zeit mit Blogposts zu verschwenden, die möglicherweise am nächsten Tag schon wieder obsolet sind. Ich begebe mich gerade auf die Reise und sobald ich weiß, wohin diese geht, lasse ich es euch wissen. Möglicherweise veröffentliche ich in den nächsten Wochen das eine oder andere Plätzchenrezept, ansonsten wird es hier erst mal ruhig bleiben.

Liebe Grüße
Antonie



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