Donnerstag, 1. Dezember 2016

Nürnberger Lebkuchen

Vor diesem Rezept kann ich nur warnen. Es sind die besten Lebkuchen, die ihr euch nur vorstellen könnt! Sie. Machen. Süchtig. Auch ich gehöre zu den Opfern... Das Besondere an dem Rezept ist, dass bereits fertig gebackene Croissants mit in den Teig kommen. Dadurch sind die Lebkuchen nach dem Backen sofort weich und müssen nicht wie viele andere durchziehen. Sie eignen sich daher auch sehr gut als Last-Minute-Geschenk. Druckt das Rezept am besten gleich mit aus, wenn ihr sie verschenkt, ihr werden hundertprozentig danach gefragt. Ich weiß nicht, wie oft ich das Rezept schon weitergegeben habe. Vierzig Mal? Fünfzig Mal? Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen. Wer sie einmal probiert hat, der mag keine anderen mehr. Überlegt euch also gut, ob ihr das Rezept wirklich nachbacken wollt ;-).

Nürnberger Lebkuchen mit Suchtfaktor ;-).

Zutaten

(für etwa 50 Stück)

½ l Wasser
5 Dinkelcroissants

4 Eier
750 g brauner Rohrzucker
2 TL gemahlener Zimt
2 TL gemahlene Nelken
100 g Zitronat
100 g Orangeat
500 g gemahlene Haselnüsse
250 g Dinkelmehl (Vollkorn, Typ 1050 oder 630)
1 Päckchen Backpulver

ca. 50 runde Backoblaten aus Dinkelmehl (Durchmesser 70 mm)

ca. 500 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung

Die Croissants in kleine Stücke rupfen und in einem halben Liter Wasser einweichen (nicht ausdrücken).

Zitronat und Orangeat sehr klein hacken oder fein pürieren, das ist ganz wichtig für den Geschmack (z. B. im Thermomix, kein Plastikgefäß verwenden!). Zucker und Eier schlagen bis eine schaumige, weißliche Masse entstanden ist (ca. 3-4 Minuten). Zimt, Nelken, Orangeat und Zitronat dazugeben und weiter schlagen. Mehl und Backpulver mischen, abwechselnd mit den Haselnüssen und den eingeweichten Croissants (nicht ausdrücken!) vorsichtig unter die Masse rühren. Den Teig nicht zu lange rühren, es dürfen ruhig kleine Croissant-Stücken zu sehen sein.

Je 1 EL Teigmasse auf die Oblaten geben und leicht verstreichen, sodass die Oblate fast bedeckt ist. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzten. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) ca. 20 min backen. 

Nach dem Abkühlen mit Kuvertüre überziehen.


Tipps:
  • Achtung: Orangeat und Zitronat nicht in einem Plastikgefäß mahlen, sie greifen das Plastik an. Falls ihr euch unsicher seid, lieber mit einem Messer fein hacken. Mit dem Pürierstab funktioniert es nicht, das habe ich schon ausprobiert. Mein Favorit zum Zerkleinern des Orangeats und Zitronats ist der Thermomix.
  • Wenn du keine Oblaten aus Dinkel findest, kannst du sie auch einfach weglassen.
  • Vor ein oder zwei Jahren gab es mal einen Engpass bei Haselnüssen und daher habe ich stattdessen Mandeln verwendet. Die Lebkuchen waren auch gut, kamen vom Geschmack aber nicht an das Original heran.
  • Ich backe die Lebkuchen immer mit Umluft, gebe aber nur zwei Bleche gleichzeitig in den Ofen. Drei sind zu viele, da werden die Lebkuchen nicht so schön.

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