Freitag, 14. Oktober 2016

Rosmarinsalz

Wenn die Tage so langsam kürzer und kälter werden, schwindet meine Lust auf Salat und ich will etwas Warmes. Zeit für Ofengemüse! Kürbis, Süßkartoffeln, Tomaten, Paprika, Pilze, Rote Bete, Zucchini, Fenchel - ganz egal, was das Gemüseregal so hergibt, es landet in meinem Ofen. Meistens entscheide ich mich für zwei oder drei Gemüsesorten, die gut harmonieren. Das Ganze würze ich ganz einfach mit Rosmarinsalz und Olivenöl. Letzte Woche habe ich den letzten Rest Rosmarinsalz aufgebraucht. Es ist höchste Zeit, meinen Vorrat aufzustocken, bevor mir der Rosmarin im Garten noch erfriert. Theoretisch hält sich das Kräutersalz ein ganzes Jahr. Da ich es aber in so vielen Gerichten verwende und auch gerne mal verschenke, ist es bei mir immer schneller aufgebraucht als mir lieb ist. Je nachdem wie viel Rosmarin ich habe, mache ich auch mal das drei- oder vierfache Rezept. Es dauert ein paar Minuten, besonders wenn man eine größere Menge macht, aber es lohnt sich! Jetzt kann der Winter kommen - muss aber nicht ;-).

Selbstgemachtes Rosmarinsalz passt z. B. zu Fleisch, Fisch, Ofenkartoffeln, Gemüse oder Tomatensoße.

Zutaten

Zubereitungszeit: etwa 20-30 min + Trocknungszeit
Haltbarkeit: etwa 1 Jahr

1 Tasse grobes Meersalz (etwa 300 g)
5 Zweige Rosmarin
5 frische Knoblauchzehen

Zubereitung

Die Nadeln von den Rosmarinzweigen abzupfen und klein schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und klein hacken. Den gehackten Knoblauch und den Rosmarin in einer Schüssel mit dem Salz mischen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und das Kräutersalz darauf ausbreiten.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder kannst du das Backblech für etwa 3-5 Tage an einen dunklen, trockenen, nicht zu kalten Ort stellen oder du trocknest das Kräutersalz im Ofen bei 40 °C für ein paar Stunden. Dabei die Ofentüre einen kleinen Spalt auflassen, damit der Dampf entweichen kann.

Wenn du das Salz zu dem Knoblauch gibst, wird es durch den Knoblauchsaft erst einmal leicht gelb. Das Rosmarinsalz ist fertig, wenn es wieder weiß ist. Wenn das Rosmarinsalz komplett durchgetrocknet ist, in ein Schraubglas oder eine Salzmühle abfüllen.


Tipps:
  • Das Salz passt zu Fleisch, Fisch, Ofenkartoffeln, Gemüse, Tomatensoße und vielem mehr.
  • Achtung: Kräutersalz muss gut getrocknet sein, sonst hält es sich nicht und schimmelt.
  • Für Ofengemüse je nach Gemüsemenge 1/2 bis 1 TL Rosmarinsalz mit 1-2 EL Olivenöl in einer großen Schüssel vermischen. Gemüse dazugeben, Deckel drauf, kurz schütteln und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech ausbreiten. Bei 180-200 °C etwa 10-15 min backen.
  • Ich benutze bei dem Rezept weder eine Knoblauchpresse noch meinen Thermomix. Irgendwie bin ich da altmodisch und setze auf gute alte Handarbeit. Fragt mich aber nicht warum...
  • Das Rezept funktioniert auch sehr gut mit Thymian, Oregano, Quendel, Salbei oder einer Mischung der genannten Kräuter.
  • Mit einem hübschen Etikett ist das Rosmarinsalz übrigens ein prima Geschenk.

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