Samstag, 13. August 2016

Schlaflose Nächte vs. Babyglücksmomente

Mamasein ist gar nicht so leicht. Der Schlafentzug zerrt an den Nerven, Still-Marathons wechseln sich mit Kack-Marathons ab und von empfindlichen oder gereizten Brustwarzen will ich erst gar nicht anfangen. Das Gefühl, nach einer durchschlafenen Nacht frisch und erholt aufzuwachen, hat mein Gedächtnis rücksichtsvollerweise gelöscht. Trotzdem genieße ich die ersten Wochen in vollen Zügen, denn ich weiß, dass sie viel zu schnell vorbei sein werden. Quasi schon morgen wird der klitzekleine Mann durchs Haus rennen, argumentieren, warum er unbedingt den fünften Bagger für seinen Fuhrpark braucht und in den Kindergarten gehen. Aber noch ist er ein kleines hilfloses Neugeborenes, so zauberhaft, als wäre er nicht von dieser Welt. Und genauso ist es auch. Babys sind ein kleines Stückchen Himmel auf Erden und obwohl es mit einem Neugeborenen unglaublich anstrengend sein kann, schenken sie uns doch so viele Glücksmomente.

Babys riechen einfach unglaublich gut, süß und milchig, weich und warm.

Meine Babyglücksmomente sind...

... den süßlich milchigen Babyduft einzuatmen, der am weichen und warmen Hinterköpfchen, am Hals und am Bauch am intensivsten ist. Mein kleiner Mann hat irgendwie nach Milchreis gerochen und der klitzekleine Mann riecht eher nach Aprikosenmarmelade. Verrückt, oder?
... die kleinen Augen, die mich beim Stillen vertrauensvoll und konzentriert anblicken.
... die kleinen Grunzgeräusche, die er beim Schlafen macht.
... das Knör- und Quietschgeräusch, das er macht, wenn ich ihn im Halbschlaf hochnehme.
... überhaupt alle putzigen Geräusche, die Babys den ganzen Tag und die ganze Nacht über machen, und die ich völlig vergessen hatte.
... ihn morgens nach dem Aufwachen hochzunehmen und den warmen Babykörper an mich zu drücken.
... wenn er im Schlaf lächelt.
... das kleine Kirschmündchen anzusehen, wenn es beim Schlafen offen steht.
... über das flauschige Köpfchen zu streichen.
... wenn er mit einem zufriedenen Schmatzer und milchverschmiertem Mündchen von der Brust abdockt.
... ihm beim Einschlafen zuzusehen.
... wenn er quietscht und jauchzt und erzählt als gäbe es nichts Wichtigeres auf der Welt.
... wenn er lächelt - das erste Mal und jedes weitere Mal.

Letzte Nacht hat der klitzekleine Mann das erste Mal laut gelacht - im Schlaf. Wunderbar. Jetzt, bei meinem zweiten Kind, genieße ich diesen Glücksmoment sehr viel bewusster, weil ich weiß, dass die ersten Wochen geradezu an einem vorübersausen und aus dem kleinen hilflosen Fröschchen viel zu schnell ein kleiner Krabbelkäfer wird. Ich habe die letzten vier Wochen versucht, alles viel langsamer angehen zu lassen als bei meinem ersten Kind. Ich habe meine Tage so untätig wie möglich verbracht, den Haushalt Haushalt sein lassen, es mir allgemein so leicht gemacht, wie ich nur konnte, mich verwöhnen lassen und jede Gelegenheit zum Schlafen genutzt. Perfektion ist im Wochenbett einfach nicht angesagt, jetzt ist die Zeit sich zu erholen und mit dem kleinen Fröschchen zu schmusen. Also liebe Mamas, erfreut euch an den wunderschönen Babyglücksmomenten. Schlafen können wir wieder, wenn die kleinen Mäuse größer sind.

Liebe Grüße
Antonie

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