Donnerstag, 21. April 2016

Veränderungen in der Schwangerschaft (1. Kursabend)

Letzte Woche ging's los: Auch in meiner zweiten Schwangerschaft besuche ich einen Geburtsvorbereitungskurs. Die Vorstellungsrunde war schon einmal vielversprechend, die Mamis waren alle sehr nett und wir erwarten alle unser zweites Kind. Das Thema des ersten Abends war "Veränderungen in der Schwangerschaft" und damit wir alle ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, fragte uns unsere Hebamme, was wir bisher in der Schwangerschaft als positiv und als negativ empfunden haben.

Die Veränderungen in der Schwangerschaft sind nicht nur körperlich - auch seelisch und emotional ist ganz schön was los ;-).

In einer Sache waren wir uns alle einig: Das erste schöne Erlebnis war der positive Schwangerschaftstest. Ich hatte daheim zwei negative Tests gemacht und war langsam besorgt, dass vielleicht irgendetwas ist, weil ich bereits eine Woche überfällig war. Und als dann der Test beim Frauenarzt am nächsten Tag ein positives Ergebnis angezeigt hat, womit ich gar nicht gerechnet hatte, habe ich mich umso mehr gefreut :-). Auch beim ersten negativen Erlebnis waren wir uns (fast) alle einig: Es war die Schwangerschaftsübelkeit. Bei mir ging es in der 7. Woche los und mir war dauerschlecht bis Ende der 11. Woche. Ich habe zwar nicht einmal gespuckt, mich aber jede Sekunde des Tages und der Nacht gefühlt als würde es jetzt soweit sein. Das macht einfach keinen Spaß, auch wenn ich natürlich froh bin, dass die Übelkeit bei mir relativ schnell vorbei war. Schließlich ist manchen Mamis ja bis zur Geburt übel oder die Schwangerschaftsübelkeit geht nahtlos in Sodbrennen und Magendrücken über. Auch nicht schön. Nur einer der anderen Mamis war gar nicht übel. Interessanterweise hat sie das auch als sehr negativ empfunden, denn durch die ausbleibende Übelkeit hat es gefühlt sehr lange gedauert, bis sie ihre Schwangerschaft auch körperlich "gespürt" hat.

Wo ist nur meine Energie?

Ein weiteres nicht so schönes Erlebnis waren für mich die plötzlichen Schmerzen in der rechten Leiste um die 12. Woche herum. Ein paar Tage lang war es so heftig, dass ich kaum laufen konnte bzw. zwei Tage konnte ich wirklich gar nicht laufen. Zum Teil war ich daran aber auch selbst schuld, weil ich mir mal wieder zu viel zugemutet und mich an Weihnachten überanstrengt hatte. Das hat mir ganz schön Angst gemacht: Wie soll ich weitere knapp 20. Wochen Schwangerschaft überstehen, wenn ich nicht mehr laufen kann? Vor allem mit Kind?! Glücklicherweise habe ich das mit Schonen und Magnesium wieder in den Griff bekommen und ich bin weit davon entfernt, mich zu beschweren, da ich bisher - toi, toi, toi - eine vergleichsweise leichte Schwangerschaft hatte. Die Müdigkeit setzt mir allerdings ganz schön zu. In meiner ersten Schwangerschaft war ich ab der 16. Woche geradezu energiegeladen und zwar fast durchgehend bis zur Geburt. Diesmal hat es bis zur 25. Woche gedauert, um diese Schwangerschaftslethargie zumindest einigermaßen zu überwinden. Aber es hüpft eben schon ein kleiner Krümel hier rum, der meine Aufmerksamkeit haben will. Jederzeit hinlegen und ausruhen und entspannen ist einfach nicht mehr...

Herzlichen Glückwunsch, es wird ein...

Ein bisschen Angst hatte ich ehrlich gesagt davor, das Geschlecht des Babys zu erfahren. Man kann es sich ja nicht wirklich aussuchen und insgeheim habe ich mir ein bisschen mehr ein Mädchen als einen Jungen gewünscht. Einen kleinen Mann haben wir ja schon und ich dachte, dass es bestimmt schön sei, beides zu haben. Allerdings war ich mir auch von Anfang an sicher, dass es wieder ein Junge wird und beim Ultraschall in der 16. Woche wurde meine Vermutung mehr als deutlich bestätigt. Und ich habe mich so darüber gefreut, eine doppelte Jungsmama zu werden und war glücklich und so erleichtert, dass ich kein bisschen enttäuscht war, dass es kein Mädchen ist und mich zu 100% über einen Jungen gefreut habe. Dieser Moment war fast noch schöner als der positive Schwangerschaftstest. Ganz egal ob Junge oder Mädchen - ich bin unglaublich dankbar, wenn ich das Glück haben darf, ein zweites gesundes Kind zu bekommen. 

Meine schönsten Glücksmomente sind die Bewegungen des Babys

So langsam fange ich auch endlich an, mich richtig schön zu fühlen. Wenn sich der Bauch rundet und schön symmetrisch wird und sofort auf den ersten Blick zu sehen ist, dass man schwanger ist und nicht nur etwas Flausch zugelegt hat, ist das wirklich wunderbar. Auch das haben viele der anderen Mamis in meinem Kurs bestätigt. Am schönsten finde ich es aber, wenn das Baby turnt. Bereits in der 16. Woche habe ich trotz Vorderwandplazenta die ersten Bewegungen gespürt. Anfangs war es ein zartes Flattern, ein Zittern oder ein Schnalzen. In der 18. Woche dann der erste beherzte Tritt - als ich zuhause in der Küche stand und Cookies für den kleinen Mann gebacken habe. Und jetzt habe ich fast durchgehend Rambazamba in meinem Bauch. Das ist manchmal etwas irritierend, wenn ich schlafen will, aber dann denke ich mir: Übe du klitzekleiner Mann nur schön brav für die Geburt, damit wir das gut überstehen. Ich hoffe nämlich sehr, dass ich im Gegensatz zu meiner ersten Geburt, die jetzt kommende als schöne Erfahrung erleben darf. Aber selbst wenn es wieder schwierig wird, auf den Hormoncocktail nach der Geburt freue ich mich schon - der ist einfach der Wahnsinn! Ich hatte die schlimmsten Schmerzen, die ich mir nicht mal ansatzweise vorher vorstellen konnte, und dann sah ich dieses kleine neugeborene Wesen. Alle Schmerzen waren plötzlich komplett weg und für diesen einen kurzen Moment hätte ich die letzten 18,5 Stunden sofort nochmal durchgemacht. Die Geburt ist einfach das einzige Blind Date, bei dem du dir ganz sicher sein kannst, die große Liebe deines Lebens zu treffen. Einfach verrückt, diese Hormone!

Was waren eure schönsten Momente? Wie habt ihr die Veränderungen während der Schwangerschaft erlebt, eher negativ oder eher positiv? Ich freue mich über Kommentare!

Liebe Grüße
Antonie

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