Sonntag, 21. Februar 2016

Thailändisches Chicken Curry

Das Rezept habe ich das erste Mal in Kanada während meiner Diplomarbeit gegessen und war begeistert. Eine thailändische Freundin hat uns damit bekocht und musste anschließend das Rezept etwa ein Dutzend Mal weitergeben. Es ist total einfach und es schmeckt absolut thailändisch (soweit ich das beurteilen kann) und kein bisschen "deutsch" wie das ja manchmal der Fall ist, wenn ich mich an asiatischem Essen versuche ;-). Ich denke, das liegt an der Reihenfolge der Zubereitungsschritte. Hätte ich nur die Zutatenliste würde ich wahrscheinlich erst die Zwiebeln und das Fleisch in Öl anbraten und dann die Geschmackszutaten hinzugeben. Bei dem Rezept ist es aber anders herum: Das Fleisch wird in den Geschmackzutaten, in dem Fall Currypaste und Kokosnussmilch, angebraten und die Zwiebeln kommen mit dem Gemüse dazu. Wieder etwas gelernt!


Original thailändisches Chicken Curry mit Vollkornbasmatireis


Zutaten

für 4-5 Personen
Zubereitungszeit: ca. 45 min

2-3 EL rote Thai-Curry-Paste (evtl. selbstgemacht)
1 EL Sojasoße
1 EL Rohrzucker
1/2 TL Salz
2 EL neutrales Öl zum Braten
1 Dose Kokosnussmilch
etwa 500 g Hähnchenbrust (oder weniger)
etwa 1 kg Gemüse, z. B. Brokkoli, Möhren, Pilze, Bambussprossen, Sellerie, Frühlingszwiebeln etc.
1 Stängel Zitronengras
etwa 500 ml Gemüsebrühe
2 EL frisches Thai-Basilikum (Sweet Basil)

Zubereitung

Gemüse waschen, putzen und kleinschneiden. Strunk vom Zitronengras und die 1-2 äußeren Blätter entfernen, evtl. abbrausen und kleinhacken. Öl, Curry-Paste und etwa 1/4 der Kokosmilch in einer Pfanne bei mittlerer Hitze reduzieren lassen, damit sich das Aroma des Currys entfalten kann. Das Hähnchen in Streifen schneiden, zugeben und etwa 3-4 Minuten von allen Seiten anbraten. Restliche Kokosmilch, Sojasauce, Zucker, Salz, Brühe und Gemüse zugeben und zum Kochen bringen. Bei niedriger Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen. Thai-Basilikum zugeben und mit Sojasauce und Salz abschmecken.


Tipps:
  • Das Rezept schmeckt auch lecker mit Schwein, Rind oder Tofu.
  • Gemüsevariante: Gemüse in der reduzierten Currypaste kurz anbraten und weiter vorgehen wie im Rezept beschrieben.
  • Oft habe ich kein Thaibasilikum oder Zitronengras, besonders wenn ich das Rezept spontan mache. Das tut aber dem Geschmack keinen Abbruch. Es schmeckt dann einfach "ein bisschen deutscher" ;-).
  • Die Currypaste, die man so im Laden kauft, ist oft der letzte Schrott, wenn man sich die Zutatenliste anschaut. Daher am besten entweder im Bioladen kaufen oder einfach selbst machen.
  • Achtung: Nicht zu viel Curry verwenden, das Gericht könnte sonst bitter werden.
  • Je nach Geschmack und gewünschter Intensität je 1 EL Curry-Paste, Sojasoße und Zucker zusätzlich zugeben. Wichtig ist, dass man alle drei Geschmacksrichtungen in dem Curry vereint: würzig/scharf, süß und salzig.
  • Thai-Basilikum ganz zum Schluss zugeben, er wird sonst braun.

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