Freitag, 12. Februar 2016

Yoga & Meditation in der Schwangerschaft

Seit knapp 10 Jahren mache ich Yoga, mal regelmäßiger, mal etwas weniger - aber es könnte einfach immer noch mehr sein und da arbeite ich gerade daran. Ich habe in meiner Doktorarbeit einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag gesucht und mit Vinyasa-Yoga in einem Yoga-Studio in Stuttgart gefunden.

Yoga und Meditation hilft mir, zur Ruhe zu kommen


Vinyasa-Yoga ist ein sehr körperbetonter und dynamischer Yoga-Stil, bei dem sich Bewegung und Atmung zu einer fließenden Einheit verbinden. Er ist dem Ashtanga-Yoga ähnlich und beide werden oft auch als Power-Yoga bezeichnet. Manch einer mag Erfüllung in den ruhigeren Formen finden, aber ich brauche es, körperlich gefordert zu sein und zu schwitzen, damit sich bei mir eine innere Ruhe einstellt. Zu meinem Glücksgefühl braucht es irgendwie Gummiknie, einen tomatenroten Kopf und zerzauste Haare ;-). In der Schwangerschaft ist Vinyasa-Yoga irgendwann körperlich zu fordernd, daher habe ich einen Gang zurückgeschalten und habe stattdessen einen Pränatalyoga-Kurs besucht. Aber was ist eigentlich das Besondere an Yoga und warum fangen so viele Frauen gerade in der Schwangerschaft damit an?

Was bringt Yoga?

Wer sich schon einmal ernsthaft auf Yoga eingelassen hat, wird erfahren haben, dass Yoga ein gutes Körpergefühl gibt. Die Yoga-Lehrer haben meist beneidenswert durchtrainierte und straffe Muskeln und sind biegsam wie ein Gummiband (also zumindest die meisten, dich ich kenne). Aber Yoga kann noch so viel mehr:
  1. Yoga fördert die Konzentration
  2. Yoga macht geduldiger im Alltag
  3. Yoga stärkt dein Selbstvertrauen
  4. Yoga soll für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt sorgen
  5. Yoga hilft dir, Veränderungen im Leben besser zu akzeptieren
  6. Yoga schärft deine Intuition
  7. Yoga kann dir beim Abnehmen helfen
  8. Yoga hilft dir dabei, bewusst im Hier und Jetzt zu leben
Yoga ist ein ganzheitliches Gesundheitskonzept und was mich immer wieder aufs Neue fasziniert: Die Yoga-Lehren sind mehrere tausend Jahre alt, hatten damals ihre Gültigkeit und lassen sich aber auch problemlos in unsere heutige moderne Welt integrieren. Alles was wir wissen müssen, finden wir im Yoga-Sutra, einer Art Leitfaden des Yoga, das vor etwa 2000 Jahren entstand. Als Autor gilt der Yoga-Meister Patanjali. Yoga ist also in erster Linie eine Lebensphilosophie, er lehrt uns, unser Leben mit Achtsamkeit, Klarheit und Freude zu leben.

Was bringt Meditation?

Natürlich habe ich während meiner Yoga-Stunden auch des Öfteren meditiert. Letztendlich ist jedes achtsam ausgeführte Yoga-Asana eine Meditiation, quasi Meditation in Bewegung. Bisher lief das Meditieren bei mir "so nebenbei", aber das möchte ich ändern. Je mehr ich über Meditation lese, umso mehr habe ich das Gefühl, es ist die Antwort auf alle meine (Gewichts-)Probleme. Meditieren ist tatsächlich am Anfang ein bisschen so, wie in Eat Pray Love: Julia Roberts kommt in dem indischen Ashram einfach nicht zur Ruhe, weil ständig eine Fliege summt, der Schweiß kitzelt oder irgendein Härchen im Nacken kratzt. Ich musste so lachen als ich die Filmszene zum ersten Mal gesehen habe. Aber auch hier gilt: üben, üben, üben. Auf Bali hat sie dann beim Meditieren zumindest ihre äußere Ruhe gefunden und findet auch letztendlich zu sich selbst. Mir ist klar, dass das nur ein Film ist, aber das geistige Training hat viele vorteilhafte Wirkungen, die zum Teil sogar wissenschaftlich belegt sind (z. B. durch Labortests und MRT):
  1. Meditation befreit von Stress
  2. Meditation verändert das Gehirn positiv
  3. Meditation macht kreativer
  4. Meditation kann bei Depressionen helfen
  5. Meditation kann Schmerzen lindern
  6. Meditation verbessert den Schlaf
  7. Meditation hilft dir dabei, dich selbst zu lieben
  8. Meditation macht dich zu einem besseren Menschen
Die Wirkungen dieses geistigen Trainings lesen sich wirklich beeindruckend, oder? Durch die Achtsamkeitsübungen und Konzentrationsübungen soll sich der Geist sammeln und beruhigen. Die Gedanken kommen zur Ruhe, man wird gelassener und findet zur eigenen Mitte. Wichtig ist die Gelassenheit dabei, auch wenn es nicht gleich klappt. Das Wichtigste ist die Regelmäßigkeit: lieber häufig kurz als selten lange meditieren. Meditieren soll vor allem Freude machen.

Was bringt Yoga & Meditation in der Schwangerschaft?

Yoga wird von vielen Ärzten und Hebammen in der Schwangerschaft empfohlen - wie ich finde, zu recht. Durch Yoga kannst du Spannungen lösen, deinen Körper sanft dehnen, die Gelenke und den Rücken entlasten, die Muskeln sanft für die Geburt stärken und dich mental auf die Geburt vorbereiten. Zudem förderst du die Wahrnehmung für deinen Beckenboden und in meinem Yoga-Studio vergeht kaum eine Stunde, in der wir nicht einige Kräftigungsübungen für den Beckenboden machen und so (hoffentlich) der Belastungsinkontinenz während der Schwangerschaft vorbeugen. Jedes Asana ist, wie schon gesagt, Meditation in Bewegung und eine wunderbare Möglichkeit, das innere Gleichgewicht auszubalancieren und in Stresssituationen ruhig und gelassen zu bleiben. Meditation ist zudem eine super Vorbereitung für die Geburt, da die Konzentration auf die Atmung beim Meditieren oft im Vordergrund steht.

Liebe Grüße
Antonie
 

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