Montag, 11. Januar 2016

Warum Reduktionsdiäten für mich nicht funktionieren

Ich habe die letzten gut 20 Jahre so ziemlich alles ausprobiert, was es an Diäten gibt. Weight Watchers, Brigitte Diät, Trennkost, Pfundskur, Metabolic Balance, Kohlsuppendiät und Schlank im Schlaf - um nur ein paar zu nennen. Hätte auch nur eine Diät wirklich funktioniert, hätte ich nicht so eine beeindruckende Sammlung an Diätbüchern im Regal stehen. Ich habe auf Fett verzichtet, auf Kohlenhydrate am Abend, kein Zucker mehr gegessen, kein Alkohol mehr getrunken und, und, und. Die meisten Diäten habe ich relativ schnell abgebrochen und mit keiner habe ich mein angestrebtes Zielgewicht erreicht. Gute, wenn auch nur kurzfristige Erfolge hatte ich mit der Pfundskur (2003), Weight Watchers (2005, 2008, 2012) und Metabolic Balance (2010). Ich habe immer um die 10 kg verloren, dann hat mein Gewicht stagniert und es ging einfach nicht weiter runter. Bei keiner Diät mein Zielgewicht erreicht und es nicht geschafft, das Gewicht zu halten. Nach jeweils ein bis zwei Jahren wog ich mehr als je zuvor. Ich bin ein klassisches Diätopfer mit Jo-Jo-Erfahrung.

Eine kleine Auswahl meiner Diätbücher...

Es schmeckt einfach nicht so gut!

Die meisten Diäten leben davon, dass bestimmte Lebensmittel oder Lebensmittelkombinationen nicht mehr gegessen werden dürfen und man dadurch letztendlich weniger Kalorien verputzt. Bei Trennkost nutzt mir der Braten mit Soße herzlich wenig, wenn ich den Kloß nicht dazu essen kann. Bei Schlank im Schlaf verzichtet man abends auf Kohlenhydrate, die Brotzeit ist ab sofort tabu. Bei fettreduzierten Diäten soll ein Klecks Magerquark mit Marmelade ein adäquater Ersatz für Nutella sein. Darüber kann ich doch nur lachen! Diese permanente Einschränkung in punkto Kalorien und der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel halte ich nur eine bestimmte Zeit durch. Nicht nur die klassischen Diätfallen wie Weihnachtsmarkt, Geburtstage oder das Grillen bei Freunden, auch das Stück Kuchen, das die liebe Nachbarin vorbeibringt, wird mir schnell zum Verhängnis. Wenn ich während einer Diät einmal über die Stränge schlage, fällt es mir wahnsinnig schwer, wieder in die Spur zu kommen. Alle Diäten, die ich bisher ausprobiert habe, hatten eins gemeinsam: Es schmeckt einfach nicht so gut und ich hatte permanent Hunger. Der Genuss kommt zu kurz und damit geht für mich ein Stück Lebensqualität verloren. Das kann ich für eine gewisse Zeit verschmerzen, vor allem wenn ich Erfolge auf der Waage sehe. Aber dann schleichen sich langsam die alten Gewohnheiten wieder ein, die Diät geht den Bach runter und der Jo-Jo-Effekt schlägt gnadenlos zu. Ich weiß leider nur zu genau, wovon ich rede.

Liebe Grüße
Antonie

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