Dienstag, 12. Januar 2016

Meine 7 Schritte zu achtsamem Essen

Es gibt den bekannten Ausspruch: "You are what you eat." Was sagt das also über einen Menschen aus, der eher Ungesundes bevorzugt: Fettiges, Salziges, Süßigkeiten, ohne echten Nährwert, die dem Körper einen kurzfristigen Kick geben? Die zwar vorübergehend Hochgefühle im Gehirn auslösen und begleitet werden von Völlegefühl, Sodbrennen und Übelkeit? Was genau steuert unser Essverhalten? Was war der Auslöser, dass ich die letzten Jahre offensichtlich mehr gegessen habe als mein Körper braucht? Ich habe also mein Essverhalten analysiert und war wenig überrascht, dass auch andere Auslöser als "echter" Hunger mich zum Essen bewegten. Wäre es nicht so, hätte ich wahrscheinlich auch nicht so viel Flausch, oder?


Wie oft isst du was und fragst dich danach, wie es eigentlich geschmeckt hat?

Ich wollte (und will) mein Essverhalten wieder in die Hand nehmen. Das heißt für mich, dass ich nur noch bei echtem Hunger essen möchte und möglichst immer die beste Wahl für meinen Körper treffe. Stichwort Achtsamkeit. Intuitive Esser, also die, die alles essen (können), was sie möchten und trotzdem nicht zunehmen, essen ganz automatisch achtsam. Ich dagegen musste erst wieder lernen (und muss es noch immer), auf meinen Körper zu hören. Meine 7 Schritte zu mehr Achtsamkeit beim Essen helfen mir dabei:

Meine 7 Schritte zu achtsamem Essen

  1. Ich höre in meinen Körper hinein:
    Bin ich wirklich hungrig?
    Will ich irgendein negatives Gefühl kompensieren und Frustessen?

  2. Habe ich keinen echten Hunger, suche ich mich nach dem Auslöser:
    Bin ich müde, genervt, angespannt, gestresst, gelangweilt?
    Hat mich gerade etwas geärgert?
     
  3. Falls es Frusthunger ist:
    Kann ich den Auslöser irgendwie abstellen?
    Falls nicht (wenn ich z. B. eine wichtige Deadline habe und die Arbeit einfach gemacht werden muss), trinke ich ein Glas Wasser und versuche mich bewusst dafür zu entscheiden, jetzt nicht aus Frust zu essen (anschließend frage ich mich, was ich das nächste Mal besser machen kann, damit ich künftig gar nicht in diese (Stress)Situation komme).
     
  4. Falls ich denke, dass es echter Hunger ist, höre ich nochmal in meinen Körper hinein:
    Kann ich vielleicht noch eine halbe oder Viertelstunde warten?
    Muss ich sofort etwas essen?
    Habe ich vielleicht nur Durst?

    Echten Hunger erkennt man daran, dass man auch etwas anderes essen würde, das einem nicht ganz so gut schmeckt.
     
  5. Habe ich "echten" Hunger, frage ich mich, worauf genau ich Lust habe:
    Will ich etwas essen oder etwas trinken?
    Will ich etwas Heißes oder Kaltes?
    Will ich etwas Süßes, Saures, Salziges oder Herzhaftes?
    Will ich etwas Knackiges, Weiches oder Knuspriges?
     
  6. Dann gebe ich meinem Körper genau das, was er haben möchte und genieße es ohne irgendwelche Ablenkungen (wie Telefon, Buch, Fernseher etc.).
     
  7. Ich höre auf zu essen, wenn ich satt bin.
     
Natürlich wird das nicht von heute auf morgen perfekt funktionieren, aber ich werde daran arbeiten. Jedes einzelne Mal, wenn ich mich bewusst dagegen entscheide, irgendetwas nicht aus Frust zu essen, ist ein kleiner Sieg. Jedes Mal, wenn ich bewusst mein Essen genieße und nicht nur irgendetwas in mich hineinstopfe, habe ich eine kleine Schlacht gewonnen. Jedes Mal, wenn ich mir eine dieser Fragen stelle, gehe ich einen Schritt in die richtige Richtung: hin zu einer gesunden, genussvollen und entspannten Ernährungs- und Lebensweise. Ich selbst bestimme, was ich esse und wer ich dadurch bin.

Liebe Grüße
Antonie

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...