Mittwoch, 3. Februar 2016

Mein Training in der Schwangerschaft

In den letzten Jahren bin ich leider ganz schön bequem geworden. Obwohl ich weiß, wie gut mir Sport und Bewegung tun und wie schön das verschwitze Gefühl und die weichen Knie nach dem Workout sind, fällt es mir oft unheimlich schwer, mich aufzuraffen. Das alte Lied vom Schweinehund... Als Sportskanone hätte ich mich zwar noch nie bezeichnet, aber früher bin ich geritten, viel Fahrrad und Inline-Skates gefahren, habe Volleyball gespielt, bin gejoggt und (Nordic) gewalkt. Ich habe einen Tauchschein, bin Ski gefahren, gesurft und war einfach allgemein sehr viel aktiver.

Schwangeren-Yoga kräftigt nicht nur die Muskulatur, es entspannt und bereitet optimal auf die Geburt vor.

Jetzt schnaufe ich schon, wenn ich mal zwei Stockwerke zügig hochlaufe - in der Schwangerschaft sowieso ;-) - und von den viel empfohlenen 10.000 Schritten pro Tag bin ich (noch) meilenweit entfernt. Aber deshalb aufgeben? Niemals! Die Geburt meines kleinen Mannes war sehr anstrengend und ich bin froh, dass ich das kräftemäßig gepackt habe. Ehrlich gesagt weiß ich immer noch nicht genau wie, aber diese Ausnahmesituation Geburt verleiht ungeahnte Superkräfte! Natürlich bin ich nicht kategorisch gegen einen Kaiserschnitt - manchmal erfordern ihn einfach die Umstände. Trotzdem wünsche ich mir auch für den klitzekleinen Mann eine möglichst natürliche Geburt und will meinen Körper bestmöglich auf diesen Kraftakt vorbereiten. Daher bin ich hochmotiviert, aus meiner "Schweinedogge" einen "Schweinedackel" zu machen.

Fit durch die Schwangerschaft

Um fit durch die Schwangerschaft zu kommen und meinen Körper und Geist für die Geburt zu stärken, setze ich auf:
  1. Mehr Bewegung im Alltag
  2. Moderates Krafttraining (Muskelaufbau bzw. Muskelerhalt)
  3. Yoga und Meditation
Es ist so simpel wie effektiv: Mehr Bewegung im Alltag - am besten an der frischen Luft - bringt den Kreislauf in Schwung, stärkt das Immunsystem und beugt (zu vielen) Flauschpölsterchen und dem Winter-Blues vor. Glücklicherweise haben wir die längste Nacht des Winters schon hinter uns, es wird abends immer später dunkel und ich kann eher der heißen Tasse Tee oder Kakao auf dem gemütlichen Sofa widerstehen. Die kann ich mir danach immer noch gönnen! Beim Krafttraining setze ich gerade auf die DVD "The Pregnancy Project" von Tracey Anderson. Seitdem meine Übelkeit vorbei ist und mir mein Arzt grünes Licht gegeben hat, versuche ich etwa 2x in der Woche die DVD für den jeweiligen Schwangerschaftsmonat nachzuturnen. Das Schöne daran ist, die Übungen sind fordernd, aber nicht überfordernd. Es fühlt sich jederzeit gut an und trotzdem habe ich nach dem Workout weiche Knie. Und last but not least mache ich Yoga. Auch in meiner ersten Schwangerschaft bin ich regelmäßig einmal in der Woche zum Pränatalyoga und es hat einfach gutgetan. In dieser einen Stunde ganz für mich allein kann ich mich völlig auf mein Wohlbefinden konzentrieren, entspannen und den Alltagsstress abbauen und es hilft dabei, mich optimal auf die Geburt vorzubereiten. Zudem versuche ich zusätzlich 1 bis 2x pro Woche zuhause eine Yoga-Session einzubauen oder einfach ein paar Minuten zu meditieren - das klappt zwar nicht immer, aber immer öfter.

Liebe Grüße
Antonie

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...