Mittwoch, 3. Februar 2016

Fruchtbarkeitsgöttin oder trächtiges Nilpferd?

Während der Schwangerschaft verändert sich dein Körper enorm, um optimale Bedingungen für die Versorgung deines ungeborenen Kindes her- und sicherzustellen. Einige Veränderungen, wie ein leichter Anstieg der weißen Blutkörperchen oder die erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes, laufen eher im Verborgenen ab. Eine Sache ist aber bei den allermeisten Frauen kaum zu übersehen. Ich sage da nur: Kugelbauchalarm!

In der 38. Woche mit dem kleinen Mann (Juli 2013): Achtung Kugelbauchalarm!!!

Aber nicht nur um die Körpermitte tut sich einiges... Viele Schwangere haben volleres, glänzendes Haar, kräftige Fingernägel und bei einigen ist die Libido gesteigert. Die vermehrte Durchblutung des Beckenbodens erhöht die Empfindsamkeit - in trauter Zweisamkeit definitiv von Vorteil ;-). Die positiven Auswirkungen sind natürlich sehr subjektiv und von Frau zu Frau verschieden. Ich habe auch eine Freundin, für die waren ihre beiden Schwangerschaften die schlimmste Zeit ihres Lebens, sie konnte (oder wollte?) gar nichts Positives an ihrer Schwangerschaft finden und war komplett uneins mit ihrem Körper. Die meisten Frauen fühlen sich aber zumindest eine Zeitlang wie eine Fruchtbarkeitsgöttin - oft im zweiten Trimester, nachdem die Übelkeit nachgelassen hat und die Schwangerschaft sichtbar ist, der Bauch aber noch nicht so groß, dass er im Alltag behindert.

Fruchtbarkeitsgöttin oder trächtiges Nilpferd?

Andere Veränderungen sind nicht so schön: Durch die Hormonumstellung spielt oft die Haut verrückt und man fühlt sich wieder wie in der Pubertät. Die Schleimhäute in der Nase können anschwellen und eine Art gefühlten Dauerschnupfen verursachen. Krampfadern, Schwangerschaftsstreifen und Pigmentstörungen sind keine Seltenheit, Dauermüdigkeit und Übelkeit machen einem zu schaffen. Von Stimmungsschwankungen, übermäßiger Gereiztheit und gelegentlichen irrationalen Heulattacken mal ganz zu schweigen! Und irgendwann kommt zwangsläufig der Zeitpunkt, zu dem sich die meisten Schwangeren von der Fruchtbarkeitsgöttin in ein trächtiges, schnaufendes, kurzatmiges Nilpferd verwandeln ;-).

Es ist nicht immer einfach, mit den ganzen Veränderungen klarzukommen - körperlich wie seelisch. Es gibt immer bessere und nicht so tolle Tage. Und gerade an den schlechteren Tagen sollte man sich eines bewusst machen: Wir Frauen haben die Fähigkeit, einem anderen Menschen das Leben zu schenken. Gerade schlagen in meinem Körper zwei Herzen - ist das nicht verrückt? Dann schaffe ich es auch, mit den paar "Nebenwirkungen" wie Pickel oder Schwangerschaftsstreifen fertig zu werden. Der Körper verändert sich während der Schwangerschaft und nicht alles ist reversibel. Aber selbst wenn ich danach nicht mehr so aussehe wie vorher, bin ich trotzdem der Meinung: Mamis sind nicht wunderschön, obwohl sie einem Kind das Leben geschenkt haben, sondern gerade deswegen! Wenn ihr eure Schwangerschaftsstreifen schon nicht verhindern könnt, dann seid stolz darauf!

Liebe Grüße
Antonie
 

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